Nach der Anamnese und der klinischen Untersuchung ist hier nach wie vor die konventionelle Röntgenaufnahme in 2 oder 3 Ebenen die erste bildgebende Maßnahme. Bei dem Verdacht auf knöcherne Veränderungen ist die Computertomographie eine hervorragende Methode, sofern es sich um einen umschriebenen Prozess handelt. Größere Abschnitte (z.B. gesamte BWS) können aus strahlenhygienischen Gründen nicht in der CT untersucht werden. Für Gelenke eignet sich hervorragend die MRT, da hier Weichteil- und Knorpelstrukturen sehr gut differenziert werden können.
Bei Entzündungen (Spondylodiszitis, Arthritis) kann sowohl eine MRT als auch ein Knochenszintigramm durchgeführt werden. Letzteres sollte als Drei-Phasen-Szintigramm durchgeführt werden.
Vorteil der MRT ist die zusätzliche Information über die Gewebestrukturen. Als Suchmethode für Knochenmetastasen ist das Knochenszintigramm die Methode der Wahl. In der MRT können Plasmozytomherde sehr gut festgestellt werden, aber auch Wirbelsäulenmetastasen.
Bandscheibendiagnostik im lumbalen Bereich ist gleichermaßen in der CT wie in der MRT möglich. Bandscheibenoperierte Patienten sollten nur in der MRT untersucht werden. Knöcherne Veränderungen stellen sich besser in der CT dar, die intraspinalen Strukturen besser in der MRT. Im HWS-Bereich ist die MRT insbesondere im unteren Bereich (Übergang BWS) überlegen. Verkalkungen werden in der CT besser dargestellt.
 
Orthopädie / Unfallchirurgie
CT
MR
NUK
Wirbelsäule
X
X
X
Schulter
X
X
(X)
Hüfte
X
X
(X)
Gelenke und Knie  
X
(X)
Knochennekrosen  
X
X
Knochentumoren
X
X
X
Osteomyelitis
(X)
X
X
Frakturen
X
X
X
Knochenkontusion  
X
 
Muskelatrophie  
X
 
Myopathie  
X
 
Muskeldenervierung  
X
 
Muskeltrauma-Kompartmentsyndrom  
X
 
Muskel- / Weichteiltumoren  
X
 
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